I think it’s now. I think we’ve achieved AGI
I think we've achieved AGI: Wenn KI-Begriffe Erwartungen verkaufen.
„I think it’s now. I think we’ve achieved AGI.“
Jensen Huang, CEO von NVIDIA, sagte das im Gespräch (Podcast Folge 494) mit Lex Fridman. Ein Satz, der sofort nach Wendepunkt klingt. Nach: Jetzt ist es passiert. Die Grenze ist überschritten. Künstliche allgemeine Intelligenz ist nicht mehr Zukunft, sondern Gegenwart.
Als ich den Satz las, blieb er im Kopf als Ohrwurm hängen.
AGI ist da.
Dabei erstellte ich gerade erneut die Kostenübersicht über all meine KI-Tools.
AGI oder nicht; die meisten Menschen, die ich kenne, zahlen monatlich zwischen 80 und 1200.- Franken für KI-Abos. Oft läuft da noch ein Abo, das man vor drei Jahren ausprobiert und vergessen hat zu kündigen.
Was kommt zurück?
Meistens zu wenig, um die Ausgabe zu rechtfertigen.
Deshalb habe ich ein Buch als Leitfaden geschrieben, wie ich meine KI-Tools im Überblick behalte, doch das war wohl damals noch zu früh. Der Hype um all die KI-Tools befand sich auf der Bergfahrt. Was ich in Communities im Austausch mit anderen Mitgliedern erfuhr oder las, hat mich nachdenklich gemacht.
Viele schauen bewusst nicht auf die Kosten, weil Ihnen der Aufwand zu gross sei. Die monatliche oder jährliche Abrechnung kommt trotzdem, und wenn es sich nicht refinanziert, dann ist es sinnvoll darüber zu reflektieren, von welchen Anbietern man sich wieder löst.
Was Huang meint, wenn er AGI sagt, ist nicht das, was man sich darunter vorstellt. Er beschreibt Systeme, die in digitalen Märkten wirtschaftliche Wirkung entfalten. Milliardenunternehmen aufbauen, digitale Dienste skalieren.
Beeindruckend, aber kein Werkzeug, das dir heute deinen Arbeitsalltag erleichtert.
Er verkauft Erwartung. Genau das braucht eine Industrie, deren erstes Begeisterungsfeuer langsam kleiner wurde.
AGI ist ein spannendes Thema. Nur: Als Solounternehmerin oder/und als Privatperson hast du davon erst einmal nichts. Die Früchte dieser Entwicklung landen zuerst bei grossen Unternehmen.
Wer profitiert wirklich: Warum du AGI nicht im Blick haben musst.
In KI-Communities kursiert der Begriff schon lange. Er erzeugte Druck. Das Gefühl, etwas zu verpassen. Dabei lohnt ein nüchterner Blick.
Du musst dich mit AGI nicht befassen. Der Begriff ist nicht für dich gemacht. Er ist für Investoren, Konzerne und Medienstrategen gemacht.
Was für dich als Solounternehmerin wirklich relevant ist, läuft als nützliche Software direkt auf normalen Rechnern – lokal und ganz ohne teures Abo.
Was die Recherche zeigt
Was in der Praxis als AGI betitelt wird, ist ein Werkzeug für Grosskonzerne: Agentic-Workflows, die Code schreiben und komplexe IT-Prozesse koordinieren.
Quelle: nevercodealone.de, März 2026
Für Investoren ist AGI ein reiner Orientierungspunkt für Milliardensummen: Das Kapital fliesst in die Hardware-Infrastruktur, Rechenzentren und Energieversorgung.
Quelle: MarketScreener, November 2025
Grosse KI-Labore nutzen AGI-Zeitpläne strategisch: Das Marketing schürt die Angst, etwas zu verpassen, und sichert die Finanzierung teurer Forschung.
Quelle: DataCamp, Februar 2026
Es gibt eine andere Möglichkeit.
KI läuft heute bereits auf jeden Rechner lokal, insofern die Voraussetzungen an die Hardware gegeben sind. Ohne monatliche Rechnung, ohne API-Schnittstelle und ohne Cloud. Einmal eingerichtet, arbeitet sie offline, für Texte, für Bilder, für eine persönliche Wissensbasis und für Zusammenfassungen.
Die lokalen Modelle werden immer besser. Ja, es braucht etwas Geduld und Entdeckerfreude, da die lokalen Lösungen nicht so bequem gestaltet sind, wie die Web-basierten Lösungen. Doch, wie Du es auf deinem PC oder Laptop umsetzt, das zeige ich hier in meinem Blog.
Und so hast du wieder die Kontrolle über deine KI-Werkzeuge im digitalen Büro und auch über deine Kreditkartenabrechnung.
Manuela Frenzel hat sechs Jahre in KI-Weiterbildung, erweitertes Hochschulstudium und tägliche Praxis investiert. Auf frenzel-publikationen.com zeigt sie, wie lokale KI auf dem eigenen Rechner eingerichtet und genutzt wird — für Private und Solounternehmer.